Informationsabend des Hospizkreises Ottobrunn

Über hundert Gäste waren der Einladung ins Hanns-Seidel-Haus gefolgt, wo sie von Dr. Klaus Detlev Jost, Allgemeinmediziner und Arzt in der häuslichen palliativmedizinischen Versorgung in Ottobrunn, Dr. Dominik Rahammer, Facharzt für Innere Medizin auf der Palliativstation am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München, und Barbara Mallmann, der Leiterin des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Ottobrunn (HKO), über stationäre Einrichtungen und ambulante Versorgungsstrukturen aus erster Hand informiert wurden.
Viele Fragen stellen sich für die Zeit der letzten Lebensphase: Wer begleitet mich? Welche Vorkehrungen sind zu treffen? Wo möchte ich meine letzten Tage verbringen? Wer behandelt meine Schmerzen? Wer kümmert sich um meine Angehörigen? Wo möchte ich sein, wenn ich nicht mehr zu Hause bleiben kann? Was kostet das alles, und wer übernimmt die Kosten?
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind heute für viele schon fast selbstverständlich, und in diesem Zusammenhang wurde wiederholt auf die wichtige Zusammenarbeit mit dem Hausarzt (Rufbereitschaft in dringenden Fällen) hingewiesen.
Die meisten Menschen wollen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben – und manchmal auch sterben. Daher arbeitet der Hospizkreis schon seit Jahren mit ambulanten Pflegediensten, Ärzten, Apotheken und Senioren- und Pflegeheimen in seinem Einzugsbereich zusammen, wo er auch für das Pflegepersonal Palliativausbildungskurse anbietet und durchführt.
Die steigende Bedeutung der palliativen Medizin, die in der letzten Lebensphase Schmerzen lindert, gegenüber der kurativen Medizin, die heilen soll, sieht man daran, dass es mittlerweile vermehrt an den Krankenhäusern Palliativstationen mit dafür ausgebildetem Personal gibt. Es gibt aber auch stationäre Hospize, die personell wesentlich besser ausgestattet sind als Krankenhäuser.
Häufig gestellte Fragen aus dem Publikum betrafen Inhalte von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht und deren Änderungsmöglichkeiten; beides muss nicht notariell bestätigt werden. Beim Abfassen dieser Dokumente sind Mitarbeiter des Hospizkreises gerne behilflich. Vereinbaren Sie telefonisch einen Termin unter Tel.: 089/ 66 55 76 70.

Podiumsdiskussion

v.l.: Dr. Dominik Rahammer, Barbara Mallmann, Dr. Klaus Detlev Jost