Hospizbegleiterkurs 2016

Hospizbegleiterkurs 2016 – Die neue Ausbildungsform hat sich top bewährt!

Wir hatten wahnsinniges Glück. Es hat sich wieder einmal bewahrheitet hat, dass es sich manchmal wunderbar fügt und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort die richtigen Leute zusammen kommen. So unterschiedlich die Charaktere der Teilnehmer und die Beweggründe, am Kurs teilzunehmen, auch waren: Schon während der ersten Einheiten hat sich eine Gruppe geformt, in die man sich fallen lassen und offen und ehrlich sprechen konnte. Es herrschte immer eine Atmosphäre von gegenseitigen Respekt und Wertschätzung. Die Anzahl der Teilnehmer war sehr gut, dadurch war es möglich jeden etwas besser kennen zu lernen. Lizzy und Uschi haben uns mit großer Empathie an die Themen herangeführt und für uns eine lebendige Vielfalt durch interessante, externe Referenten geschaffen.  

Persönliche Eindrücke der Teilnehmer:

  • Beeindruckt hat mich vor allem, dass ich etwas ganz Neues kennengelernt habe und mich mit einem Thema beschäftigte, dass
    von mir im ersten Eindruck als schwer gewertet wurde. Im Laufe des Kurses merkte ich jedoch, mit welcher Leichtigkeit man mit
    dem Thema Tod, Sterben und Hospiz umgehen kann. Und vor allem auch sollte, denn der Tod gehört zum Leben, wie das Leben selbst.
  • Dieser Kurs hat mir zu dem Thema einige Einsichten vermittelt, die mir helfen, anders mit dem Thema umzugehen.
  • Die Fröhlichkeit und auch das Lachen habe ich geschätzt.
  • Die unterschiedlichen Themen-Abende waren eine Bereicherung für meinen Alltag.
  • Durch die Übungen / das gemeinsame Kochen an den Samstagen wurde schnell das gegenseitige Kennenlernen und unser Teamgeist gefördert.
  • Insbesondere der Tag mit Frau Bauer zum Thema Demenz war sehr informativ, vor allem die  authentischen Erzählungen haben sehr dazu beigetragen, die Krankheit besser zu verstehen.
  • Auch die Tage zum Thema Kommunikation mit Katharina Moss helfen mir, die Wahrnehmung und das aktive Hinhören zu schärfen.
  • Der Abend mit Pfarrer Stefan Füger war interessant. Als er gesagt hat, er unterscheidet zwischen Glaube und Kirche, hat mir das gut gefallen. Er hat uns bewusst gemacht, dass wir nicht darüber zu urteilen haben, was ein Mensch richtig oder falsch gemacht hat und wir auch nicht das Recht haben, Menschen zu be- bzw. verurteilen.
  • Bestärkt und beeindruckt war ich von den Abenden mit Barbara Mallmann, die uns intensiv vermittelt hat, sich selbst im Auge zu behalten und uns den wichtigen Satz lehrte: „Ein Nein ist ein Ja zu mir selbst.“ Das Beispiel mit dem großen Fisch in (m)einer Pfanne war dazu sehr hilfreich. 
  • Was ich auch sehr gut finde, sind die Berichte bzw. die Erlebnisse aus der Praxis, da kann man sich einfach besser was drunter vorstellen. 
  • Reflektieren über eigene Verlusterfahrungen.
  • Wieviel Wahrheit ist in der Situation zuträglich.
  • Erkennen der eigenen Lernaufgaben: vom handelnden Problemlöser zum passiven Beobachter, denn der Sterbende führt den Prozess.
  • Sofortige, praktische Anwendbarkeit, z.B. Struktur der Palliativversorgung, Sterbe- und Trauerphasen, alles über Demenzerkrankungen. 

Dieser Artikel wurde aus den Anregungen und Mails der Teilnehmer zusammengestellt und von uns in Form gebracht.

 

Tanja Muggesser                                            Karl-Ludwig Wenrich