Spendenübergabe yenoit.de am 15.12.2017

yenoit.de GmbH in Höhenkirchen-Siegertsbrunn überreicht Spende an den Hospizkreis Ottobrunn am 15.12.2017

Wie schon in den letzten Jahren entschied das Team der yenoit.de GmbH in Höhenkirchen-Siegertsbrunn die vorweihnachtlichen Präsente für die Geschäftskunden in eine Spende für einen wohltätigen Zweck zu wandeln. Schnell wurde im Team klar, dass es wieder eine Sachspende aus dem Portfolio der yenoit.de für eine Einrichtung in örtlicher Nähe sein soll.

Nun schon zum dritten Mal fiel die Wahl auf den Hospizkreis in Ottobrunn.  In Rücksprache mit Frau Weidenthaler wurde geklärt, womit die yenoit.de am besten helfen kann. Auf Wunsch wurden die Büros des Hospizkreises mit drei neuen Monitoren ausgestattet. Auch ein zusätzliches mobilfunkfähiges Tablet für den mobilen Einsatz der Mitarbeiter konnte überreicht werden.

Alle Mitarbeiter der yenoit.de GmbH freuen sich, auf diese Weise die Arbeit des Hospizkreises ein wenig unterstützen zu können.

v.l.: Monika Kirschbauer, Helga Klein, Norbert Büker

Hospizbegleiterkurs 2017

WIR

WIR – das ist eine Gruppe, die nach zwei Seminaren nun mit einem Zertifikat zum HospizbegleiterIn abgeschlossen hat.

WIR – eine Gruppe, die zu Beginn viel Unbekanntem gegenüberstand:
Den 11 Seminarteilnehmern, den Palliative Care Fachkräften Elisabeth und Antje, die die Seminare geleitet haben, allen Referenten und nicht zuletzt dem Ziel einer ehrenamtlichen Aufgabe.

Mit der einfachen Absicht, Zeit zu schenken und Menschen in einer letzten Lebensphase zu begleiten, waren wir gespannt, angespannt, neugierig und motiviert und bereit für diese neue Herausforderung.

Sowohl die angenehme Atmosphäre und schöne Gestaltung des Raumes, als auch die Inhalte der einzelnen Seminartage mit abwechslungsreicher, füllender Umsetzung der Themen wurde im Laufe der Zeit zur vertrauten Basis.

Dem Grundseminar zum Kennenlernen der Teilnehmer und der Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen, schloss sich nach einer Sommerpause des Hauptseminar an. Es füllte die Abende und Samstage in denen wir unser Bewusstsein stärkten, sensibilisiert wurden und eine große Schatztruhe an wertvollem Wissen mitnehmen durften.

Anschaulich, praxisbezogen, einfühlsam und sehr kompetent haben wir etwas über den Gedanken und den Beginn der Hospizbewegung erfahren, uns mit der Krankheit Demenz, lebensbedrohlichen Krankheiten, der Schmerz- und Palliativmedizin, dem großen Thema Sterben, Tod und Trauer, Kommunikation, Familie, Rituale und Spiritualität befasst und mit Patientenverfügung und Vollmacht vertraut gemacht.
Ein wichtiger Bestandteil der Seminare war die Auseinandersetzung mit dem Anforderung- und Tätigkeitsprofil der ehrenamtlichen Hospizbegleitung und vor allem unserer Helferpersönlichkeit.

Immer gab es Raum für Fragen und dem Austausch untereinander.
Verschiedene Methoden wie Rollenspiele, Gruppenarbeit und dem verfassen eigener Gedanken waren intensiv und hilfreich.

Entspannende Einlagen und tolle themenbezogene Geschichten rundeten diese Tage gelungen ab.

Jetzt stehen WIR also da mit unserem Zertifikat, erwartungsvoll und etwas aufgeregt und eigentlich bedauern wir ein wenig, dass diese gemeinsame Zeit jetzt in dem Rahmen abgeschlossen ist.
Sie hat uns verbunden diese Zeit, in der Platz zum Weinen und viel Platz zum Lachen war, wir uns kulinarisch verwöhnt haben und beschenkt wurden.
Ein herzliches Dankeschön an euch, Elisabeth und Antje, für die Zeit und dem Engagement mit dem ihr UNS bereichert habt.

(Foto: privat)

Spende der Lucky Quilters

Im November hatte im Unterhachinger Rathaus die  22. Patchworkausstellung stattgefunden. Die 13 Mitglieder der Lucky Quilters hatten wieder daran teilgenommen und wie in den vergangenen Jahren beschlossen, den Erlös aus Eintritt, Los- und Kuchenverkauf wieder dem Hospizkreis Ottobrunn zu spenden. Der Hospizkreis freut sich über den Eingang von 1.000,- € und dankte den Spenderinnen.

Begleiterwochenende

Komm Sensenmann wir spielen Fangen…
Oder besser doch nicht?!?
Auch wer stirbt, will glücklich sein! Okay es ist einem vielleicht nicht zum Lachen zumute, aber das heißt noch lange nicht, dass man Humor ablehnt. Die Frage ist doch eher, wie bringe ich einen Sterbenden zum Lachen, wo man sich doch auf so hochsensiblem Pflaster befindet. Und wie um Himmels Willen, kann man jemanden zum Lachen bringen, wenn man selbst bierernst ist???
Ja es gibt den richtigen Moment für Humor und ja man muss mutig sein und vor allem muss man sich erst mal selbst an die eigenen Clownsnase fassen…
Und das haben wir am Begleiterwochenende doch glatt gemacht. Und nicht nur das, wir haben auch Wein getrunken und uns kulinarisch verwöhnen lassen, haben in schönen Zimmern, in einer herrlichen Umgebung geschlafen, tiefe Gespräche geführt und es uns gemeinsam gut gehen lassen…
Zu einer besonderen Freude kam es, als jemand, am Abend in der Weinstube, auf die super Idee kam, Elisabeth noch ein Gute-Nacht-Lied zu singen. Nach ein paar Textproben und ein bisschen Mut zusammen nehmen, zogen wir also vor ihr Zimmer. Wir sahen wohl ein bisschen, wie die Sternsinger aus, als Elisabeth uns im Nachthemd öffnete. Strahlend freute sie sich riesig und wir uns umso mehr, als sie uns zum Dank umarmte. Der Spaß war gelungen!!!
Und das ist die gute Nachricht, dass der Humor schon da ist und man ihn nur zulassen muss. Wir hätten die Idee auch verwerfen können… haben wir aber nicht! Und das ist schön, weil wir ein Lachen verschenken konnten… und (Achtung Wortspiel) es nicht verschenkt haben.
Jeder! trägt seine eigene Melodie von Humor in sich und die gilt es zu finden.
Unser großartiger Humorreferent Christian Heeck hat uns da ganz wunderbar inspiriert. Und uns mit Rollenspielen, Begegnungsübungen und seiner empathisch-lockeren Art, einen vertrauten Raum geöffnet, indem wir viel über uns erfahren und herzlich lachen durften.
Dieser Mann versteht was von Humor!
Ich fühle mich durch dieses Wochenende reich beschenkt. Es war mehr als nur ein Begleiterwochenende mit netten Menschen. Es hat meinen Blickwinkel verändert!
Und das wichtigste jetzt zum Schluß *Trommelwirbel*…Moment ich sage es gleich…*nochmal Trommelwirbel*…Bei drei sage ich es…EINS…ZWEI…Und die letzte Zahl heißt…*besonders lauter Trommelwirbel* DREI:
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses fantastische Wochenende möglich gemacht haben!!!
Und ja wir müssen alle sterben, aber bis dahin sind es noch so viele schöne Tage….

Benefizkonzert im Prinzregententheater

Am 26.09.2017 haben wir mit ca. 40 Hospizbegleitern unseres Hospizkreises Ottobrunn im wunderschönen Prinzregententheater in München einen heiteren musikalischen Konzertabend mit dem Polizeiorchester Bayern genießen dürfen.
Die Schirmherrschaft dieses ersten Benefizkonzertes dieser Art hatte die bayrische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml übernommen. Sie führte uns in Ihrer herzlichen Ansprache in dieses neue Projekt für die bayrische Hospizarbeit ein, und so konnten wir einer Premiere beiwohnen.
Mit fröhlichen Worten stellte die Staatsministerin die Idee eines Brückenschlages von Benefizkonzertabend zur Hospizarbeit vor. Die Bayrische Stiftung Hospiz, vertreten durch den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Herrn Dr. Thomas Binsack, unterstützte auch diesen Konzertabend für besondere Projekte und insbesondere die ehrenamtliche Hospizbegleitung in Bayern.
Das Polizeiorchester unter Leitung von Chefdirigent Prof. Johann Mösenbichler begeisterte die zahlreich erschienenen Ehrenamtlichen sowie Hauptamtlichen aus der Hospizarbeit in Bayern mit einem herrlichen Musikprogramm. Unter anderem verzauberte die Musik von Georg Gershwin´s Rhapsody in Blue, und Applaus und Zugabe füllten den Saal.
Die 40 Freikarten, die unser Erster Bürgermeister Thomas Loderer in seiner Ansprache bei unserer Jubiläumsfeier am 19.05.2017 als Geste der Würdigung unserem Hospizkreis Ottobrunn zugesagt hatte, waren ein voller Erfolg. Wir haben uns im Kreise Gleichgesinnter besonders wertgeschätzt gefühlt und bedanken uns an dieser Stelle nochmals für diesen schönen Abend.

Tour de Hospiz

„Tour de Hospiz“ – rundum erfolgreich gelaufen

400 große und 80 kleine Läufer auf der Strecke zeugten von einer beeindruckenden Resonanz für den Hospizlauf „Tour des Hospiz“ am 15. Juli 2017 in Höhenkirchen unter der Schirmherrschaft der Ersten Bürgermeisterin der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Frau Ursula Mayer. Eingekleidet in eine perfekte Organisation, nicht nur durch die Laufratzen der Spielvereinigung Höhenkirchen e.V., sondern durch sehr viele weitere Helfer, wurde der Hospizlauf zu einem gelungenen und fröhlichen Event.
Welche Freude, dass ein Benefizlauf so viel Engagement wecken konnte. Das Spektrum reichte hier von reinen Geldspenden über vielfältigste Sachspenden für die Tombola, Bäcker von 80 Kuchen sowie Streckenposten bis hin zu vielen sonstigen Tätigkeiten.
Am 17. September haben sich auf Einladung des Hospizkreises Ottobrunn e.V. viele der unermüdlichen Helfer in Höhenkirchen noch einmal zu einer Helferparty getroffen.
Neben dem Spaß, diesen Benefizlauf so bunt und vielfältig gestaltet zu haben, brachte das Miteinander des Hospizlaufes einen beachtlichen Erlös, der unseren Hospizgedanken sehr unterstützen wird. Über den Scheck in Höhe von 5.500,– €, überreicht durch die Laufratzen, freut sich der Hospizkreis Ottobrunn e.V.
Wer es schafft so viel Begeisterung für einen Tag zu wecken und dies mit einer tollen Helferparty abzurunden, denen allen gebührt hier ein herzliches Dankeschön!

Ausflug nach Wasserburg

Am 24. Juni war´s wieder soweit und wir sind pünktlich zum alljährlichen Dankeschön-Ausflug für die Ehrenamtlichen, diesmal in Richtung Wasserburg, gestartet.
Und wenn halt die „Engerl vom Hospizkreis“ reisen, hat sogar der liebe Petrus ein Einsehen gezeigt und die seit Tagen herrschende Hitze ein bißerl abgeschwächt, so dass wir alle die eineinhalbstündige Stadtführung unbeschadet überstanden haben.
Dabei haben wir nicht nur viel Interessantes über die lange Geschichte von Wasserburg erfahren, sondern auch über den Sinn und Zweck der sogenannten Grabendächer und sogar, dass der wohlbekannte Spruch „in Bayern gehen die Uhren anders“ geschichtlichen Ursprung und somit durchaus seine Berechtigung hat.
Aber nicht nur für unsere geistige Weiterbildung sondern auch für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt. Im Gasthaus Paulanerstuben wurden wir auf der Terrasse mit einem leckeren Mittagessen samt Nachspeise und allem was dazu gehört verwöhnt. Der Blick auf den vorbeifließenden grünen Inn, die Wärme und das laue Lüfterl hätten uns am liebsten dazu verleitet, einfach ganz gemütlich dort zu bleiben und unsere Zeit bis zur Heimfahrt abzusitzen. Aber wir haben uns trotzdem alle miteinander tapfer aufgerafft, um noch ein bißerl am Inn entlang oder durch die alten Gassen mit den wunderschönen Häusern zu wandern. Ein paar Unerschrockene haben den Aufstieg zum Aussichtspunkt über Wasserburg und die Innschleife nicht gescheut. Der Ausblick von oben war wirklich atemberaubend und hat sich voll gelohnt.
Aber auch der schönste Tag geht einmal zu Ende und pünktlich wir vereinbart hat unser netter Busfahrer Josi gewartet, um uns sicher wieder heimzubringen.
Fazit: Es war ein super Tag im Kreis unserer tollen Hospiz-Weib- bzw. Mannschaft, ausgefüllt mit vielen schönen Erlebnissen und vor allem mit jeder Menge netter und anregender Unterhaltungen. ….Dürfen wir deshalb sagen, dass wir uns heute schon auf den Ausflug im nächsten Jahr freuen?!?
(Ingrid Van Dyke)

   
Foto: privat

Festabend zum 15 jährigen Jubiläum

Danke Ehrenamt!

Schokotaler, Musikgenuss durch Chor und Orchester mit Matthias Müller und der Big Band mit Silke Rottmann des Gymnasiums Ottobrunn rahmten unsere Feier ein. Der Ottobrunner Bürgermeister Thomas Loderer begrüßte mit großer Freude unsere ehrenwerten Gäste, die in beachtlicher Vielzahl erschienen waren.
Unsere Schirmherrin, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, Bürgermeisterin Ursula Mayer aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Bürgermeister Günter Heyland aus Neubiberg und Bürgermeister Edwin Klostermeier aus Putzbrunn sowie die Geistlichkeit der umliegenden vom Hospizkreis betreuten Gemeinden feierten mit. Uns zugewandte Spender und Unterstützer sandten Vertreter, um mit uns unser Jubiläum zu begehen. Ein Danke an alle, ein Dankeschön an jeden der weit über 150 Gäste.
Viele Hospizbegleiter, unsere Koordinatorinnen, Verwaltung und Vorstand durften sich durch ein ausgewogenes Programm von unserem Vorstandsvorsitzenden Norbert Büker führen lassen.
Viele gute Worte und eine an jeden der Gäste überreichte Chronik „Bis zum Ende in Würde leben“, umfassend die letzten 15 Jahre, ließen uns alle die Vielfalt des gelebten Hospizkreises Ottobrunn e.V. bestaunen.
Wen braucht es im Hospizwesen, dass unser Ehrenamt so bleiben kann und weiterhilft, ein Leben gut zu Ende gehen zu lassen? Hier machte der Festredner Dr. Erich Rösch (BHPV-Geschäftsführer) mit launiger und auch nachdenklicher Festansprache deutlich, dass nur ein stetes Arbeiten am Erhalt des Ehrenamtes im Hospizwesen dessen wahren Wert erhält.
Frau Susanne Naujoks-Heinrich stellte unser Hospizprojekt an Schulen vor, und so führten acht Kinder und Jugendliche der Pfarrgemeinde St. Otto mit Hingabe die Geschichte „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley vor. Frau Barbara Mallmann präsentierte das Buchprojekt „Geistreiche Geschichten hinter historischen Mauern“; der Schüler Moritz Sowa verzauberte die Zuhörer mit einer der schönsten Geschichten daraus.
Der Hospizkreis Ottobrunn feierte sein 15 jähriges Jubiläum im Wolf-Ferrari-Haus und zeigte aktiv gelebtes Ehrenamt im Hospizwesen, jetzt und in Zukunft.

Fotos: privat

Kooperation zwischen Pflegezentrum Lore Malsch und Hospizkreis Ottobrunn besiegelt

„Ein Netz, das weiter wachsen kann und soll“

Kooperation zwischen Pflegezentrum Lore Malsch und Hospizkreis Ottobrunn besiegelt

Das Evangelische Pflegezentrum Lore Malsch in Riemerling und der Hospizkreis Ottobrunn haben ihre Zusammenarbeit jetzt mit einem förmlichen Kooperationsvertrag besiegelt. Der auf unbestimmte Zeit abgeschlossene Vertrag regelt die psychische und mentale Versorgung Sterbender in dem von der Hilfe im Alter betriebenen Pflegezentrum: Die Bewohner sollen in der Endphase des Lebens bestmöglich begleitet werden. Dazu arbeiten die hauptamtlichen Pflegekräfte künftig noch enger mit den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Hospizkreises zusammen.

Wörtlich heißt es in dem drei Seiten umfassenden Vertrag: „Das Anliegen ist es, die individuelle Lebensqualität eines schwerkranken Menschen zu fördern, Leiden nicht zu verlängern und Sterben zuzulassen.“ Die Partner kommen zudem überein, in der psychosozialen und spirituellen Begleitung schwerstkranker und sterbender Bewohner auch deren Angehörige und nahestehende Personen zu unterstützen und ihr Fachwissen zur Verfügung zu stellen.

Art und Profil der jeweiligen Einsätze der Ehrenamtlichen werden monatlich zwischen der Koordinatorin des Hospizdienstes und der Pflegedienstleitung besprochen und reflektiert. Sollte es Konflikte in der Betreuung geben, sollen diese ebenfalls in dem Gremium thematisiert werden. Die Kooperation folgt den Anforderungen des im November 2015 verabschiedeten bundesweiten Hospiz- und Palliativgesetzes.

Norbert Büker, 1. Vorstand des Hospizkreises, wertet den Vertrag aufgrund der steigenden Zahl von Heimbewohnern sowie der gesetzlichen Anforderungen als einen „Meilenstein“: „Zum Wohle der Menschen in der letzten Lebensphase arbeiten alle Beteiligten eng und vertrauensvoll zusammen.“ Die Kooperation sei von Anfang an vom „Geist des Miteinanders und gegenseitigen Vertrauens“ geprägt gewesen. Er freue sich auch eine gelingende Vernetzung.

Für Heimleiter Jan Steinbach ist der Vertrag ein Signal, das quer durch die beteiligten Berufsgruppen einen sensiblen Blick für die betreuten Menschen schärft. Die Ehrenamtlichen des Hospizkreises entlasteten zudem die hauptamtlichen Pflegekräfte. „Dieses Netz kann und soll in der nächsten Zeit gerne weiter wachsen.“ Das wäre dann eine klassische „win-win-Situation“ für alle Beteiligten.

Erste Früchte hat die Zusammenarbeit zwischen Pflegezentrum und Hospizkreis schon getragen: Pfarrerin Dorothea Bergmann, Leiterin des Fachbereiches „Spiritualität – Palliative Care – Ethik – Seelsorge“ bei der Hilfe im Alter und Barbara Mallmann vom Hospizkreis haben in den vergangenen Wochen im Lore Malsch-Haus zwei Basisschulungen für Pflegekräfte und andere Berufsgruppen im Heim abgehalten, an denen rund 30 Personen teilgenommen haben.

Dabei sei deutlich gemacht worden, was Hospizarbeit und palliative care bedeutet, so Dorothea Bergmann: „Auch wenn man meint, man kann im Angesicht des Todes nichts mehr machen, gibt es noch viel zu tun.“ Der Vertrag verschriftliche das, was im Haus bislang schon gelebt werde, künftig aber noch intensiviert werden könne.


v.l.: Norbert Büker, Andrea Keller, Barbara Mallmann, Wilhelm Klein vom Hospizkreis Ottobrunn
Pfarrerin Dorothea Bergmann und Heimleiter Jan Steinbach von der Hilfe im Alter
Foto: Innere Mission/Oliver Bodmer

Jahreshauptversammlung des Hospizkreises Ottobrunn mit Neuwahlen

Über 60 (von insgesamt mehr als 400) Mitglieder begrüßte Norbert Büker als  1. Vorsitzender am 23. März 2017 im Pfarrsaal von St. Albertus Magnus, unter den Gästen die Bürgermeister Thomas Loderer von Ottobrunn, Günter Heyland aus Neubiberg, und die 3. Bürgermeister Christian Schleich von Brunnthal und Alexander Bräuer von Putzbrunn sowie die Ottobrunner Gemeinderäte Erika Aulenbach und Dr. Axel Keller. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Patienten sprach Pfarrer Markus Moderegger als  Hausherr sein Grußwort mit eingehender Würdigung der Hospizarbeit.

Als Stellv. Vorsitzende berichtete Dr. Barbara Senger eingehend über die derzeitige etwas schwierige Personalsituation bei den Fachkräften und stellte Frau Antje Bruch vor, die ab 1. Mai das Koordinatorenteam ergänzen wird.

Das Hauptaugenmerk des Vereins liegt auf der Hospiz- und Palliativarbeit, über die Vorstandsmitglied Willi Klein berichtete. Über 250 Begleitungen konnten 2016 abgeschlossen werden (kumuliert wurden in den 15 Jahren des Bestehens des Hospizkreises über 2000 Patienten begleitet). Mehr als 100 ehrenamtliche Begleiter/innen sind unter Anleitung der Koordinatoren für schwerstkranke und alte Patienten und deren Angehörige ständig im Einsatz. An Bedeutung gewinnt auch der Einsatz von Begleitern, die sich durch eine zusätzliche Ausbildung in Trauerarbeit qualifizieren. Seit drei Jahren gibt es das Schulprojekt, wo Kinder der 3. und 4. Grundschulklassen von Hospizbegleitern in Zusammenarbeit mit den Lehrern an das Thema Sterben, Tod und Trauer herangeführt werden.  Um die Ehrenamtlichen in ihrem Aufgabenbereich nicht allein zu lassen, werden ihnen regelmäßig Supervisionen, Vorträge  und Weiterbildungen angeboten.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit geht es um Information über die Aktivitäten des Hospizkreises, Hinweise auf Vorträge, Dank für Spenden und Unterstützungen, Teilnahme an Veranstaltungen, wie Bürgerversammlungen, Christkindlmärkte usw. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für Veranstaltungen anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vereins, das am 19. Mai 2017 mit einem Festabend im Ottobrunner Wolf-Ferrari-Haus gebührend gefeiert wird.

Um all diese Aufgaben nachkommen zu können, werden die Finanzen sehr sorgfältig verwaltet. Schatzmeisterin Andrea Keller wies für das Jahr 2017 auf ein Gesamtbudget von € 400.000,– hin. Die Einnahmen setzen sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Zuschüsse der sieben Gemeinden im Einzugsgebiet, das von Neubiberg bis Aying reicht, und der  wichtigsten Förderung durch die Krankenkassen zusammen. Bestritten werden müssen Gehälter für das hauptamtliche Personal, Miete, Versicherungen, Verwaltung, Miete u.a.

Nachdem Gründungsmitglied Dipl.Kfm. Georg Bauer den Antrag auf Entlastung des Vorstands gestellt hatte, erfolgte diese per Handzeichen einstimmig, ohne Enthaltung.

Zur turnusmäßigen Neuwahl des Vorstands führte Wahlleiter Dr. Stefan Weber aus: Zu wählen ist ein fünfköpfiger Vorstand und zwar jedes Mitglied einzeln, nicht ein bloc. Die Versammlung entschied für Stimmabgabe per Handzeichen; jeder wahlberechtigte Teilnehmer konnte bis zu drei Mitglieder per Vollmacht vertreten; anwesend waren 61, 42 durch Vollmacht vertreten.  Die Kandidaten/innen wurden einzeln vorgeschlagen und alle einstimmig mit wenigen Enthaltungen gewählt. Der neu gewählte Vorstand setzt sich, wie folgt, zusammen: 1. Vorsitzender – Norbert Büker, Stellv. Vorsitzende – Dr. Barbara Senger, Stellv. Vorsitzender – Willi Klein, Schatzmeisterin – Andrea Keller; alle vier hatten bereits dem alten Vorstand angehört. Neu gewählt wurde Bergit Schumacher als Schriftführerin; in dieser Funktion löst sie  Eva-Maria Stiebler nach 15-jähriger Amtszeit ab. Als Rechnungsprüfer stellten sich Ulla Haun und Dr. Stefan Weber weiter zur Verfügung. Allen, die die Geschicke des Hospizkreises Ottobrunn weiterhin lenken wollen, sei für ihre Bereitschaft herzlichst gedankt!

Und nun gab es viele Blumen: Dr. Senger hielt für ihre scheidende Vorstandskollegin Stiebler eine sehr herzliche Laudatio und überreichte ihr einen großen Blumenstrauß; ebenso gab es Blumen für 15-jährige Mitgliedschaft an Viktoria Stadler, Edeltraud Hahn, Beate Weber, Therese Hörsgen und Erni Schröder. Und schließlich überreichte Vorsitzender Büker Johanna Rumschöttel Blumen und begrüßte sie als neu gewonnene Schirmherrin.

Erika Aulenbach vom Förderverein der Gemeindebibliothek Ottobrunn wies auf eine Veranstaltung am 25. April hin, auf der das Buch „Geistreichen Geschichten hinter Historischen Mauern“ , präsentiert wird; es ist dies ein Gemeinschaftswerk des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes mit dem Rosenheimer Verlagshaus.

Gegen 21.30 Uhr war der offizielle Teil der Versammlung beendet, und Norbert Büker lud zum Buffet mit Häppchen und Getränken, wo noch manche Gespräche geführt wurden.

 

v.l. Willi Klein, Eva-M. Stiebler (Schriftführerin bis 2017), Andrea Keller, Bergit Schumacher (neu gewählte Schriftführerin), Dr. Barbara Senger, Norbert Büker

 

Neue Schirmherrin Johanna Rumschöttel mit 1. Vorsitzendem Norbert Büker.

Hospizkreis feiert 15-jähriges

Auftaktveranstaltung in Neubiberg

Vom 9. bis 25. März findet im Haus für Weiterbildung eine Ausstellung von Bildern des Neubiberger Schreiners Franz Xaver Eberl statt. Familie Eberl wird schon längere Zeit von Elisabeth Berger vom Hospizkreis Ottobrunn begleitet, wobei auch die Rede auf seine zahlreichen Bilder kam: Zeichnungen, Aquarelle u.a., die im Lauf seines Handwerkerlebens entstanden.  Nun kann eine Auswahl seines Werks öffentlich gezeigt werden. Zur Vernissage am 9. März um 19 h im kleinen Saal des Hauses für Weiterbildung kamen der Künstler, Freunde und Verwandte  sowie zahlreiche Unterstützer der Hospizidee, unter ihnen der gesamte Vorstand des HKO und viele Hospizbegleiter/innen.

Bürgermeister Günter Heyland begrüßte die Gäste und freute sich über die gute Zusammenarbeit.

Hospizkreis-Vorstandsmitglied Eva-Maria Stiebler sprach kurz über die Entstehung der Hospizidee in London und die Entwicklung in Deutschland, besonders in Ottobrunn, wo der Hospizkreis 2002 gegründet wurde, der von Anfang an die umliegenden Gemeinden von Neubiberg bis Aying mit einschloss. Heute gehören ihm über 400 Mitglieder an, über 100 Hospizbegleiter sind im Einsatz, die jährlich 250 Begleitungen abschließen. Trotz der vielen Ehrenamtlichen fallen Personalkosten und Ausgaben für Verwaltung und Miete, sodass für das Jahresbudget mittlerweile  € 400.000,–  aufzubringen sind. Die Finanzierung erfolgt über staatliche Zuschüsse nach SGB V, Mitgliedsbeiträge, Spenden und andere Zuwendungen: an dieser Stelle ein besonderer Dank an Neubiberg und die anderen Gemeinden für ihre alljährliche finanzielle Unterstützung.

Elisabeth Berger sprach über Lebenslauf und Werdegang von Franz Xaver Eberl, einem gebürtigen Niederbayern aus Dingolfing, dessen Werk auf einem Rundgang von den Gästen bewundert werden konnte.  Erstmals steht bei einer Veranstaltung des Ottobrunner Hospizkreises ein anwesender Patient im Mittelpunkt, an dessen Leben und Erinnerungen alle teilnehmen konnten.

Die Vernissage wurde umrahmt von der „Kirchenmusi‘“ der Offenbarungskirche aus Berg am Laim. Die Gemeinde hatte Getränke und Knabbergebäck gespendet, und es ergaben sich noch angeregte Gespräche. Allen, die zum Gelingen beigetragen haben, herzlichen Dank!